BLOW JOB
Ornella wollte ihrem Freund Jakob eine Freude machen. Was wäre da besser geeignet, als ein Blow Job – das klang so ordinär. Sie suchte im Internet nach der korrekten Bezeichnung: Fellatio, was ihr wesentlich besser gefiel. Zumindest hörte sich das wissenschaftlich an.
Beim Frühstück, nachdem die Beiden nachts konventionellen Sex gehabt hatten, kam sie damit daher. Jakob war von diesem Ansinnen weit weniger beeindruckt als von ihr gedacht. Er sagte, dass er sich das schon lange wünschte, einfach so. Ornella hatte sich schon zusätzliche Empathie herbeigesehnt. Aber egal – mehr von einem Mann nicht zu erwarten.
Ornella und Jakob ihrem Tagewerk nach – sie als Chefsekretärin in einem großen Betrieb für landwirtschaftliche Güter, er als selbstständiger Steuerberater, der mehr schlecht als recht reüssierte. Die Einkommensunterschiede zwischen ihnen war ein Grund permanenter Diskussionen. Aber jetzt war die Welt vollkommen auf den Kopf gestellt – sie ernsthaft gespannt, er in der Hoffnung auf kommende Genüsse.
Er rief untertags bei ihr an, um sie vorsorglich darauf vorzubereiten, ganz ruhig zu bleiben – es würde so schlimm nicht werden.
„Wer sagt Dir, dass unruhig bin!“
Am Abend war es soweit. Jakob war reizend zu ihr. Er machte ihr Komplimente sonder Zahl, des Inhalts, wie schön (sie war wirklich attraktiv) und wie klug war (sie war weiß Gott nicht auf‘s Hirn gefallen)!
(under construction)