Agatha Collins – Heikle Mission in Chile
Agatha Collins und Akiko Yamamoto gingen diesmal getrennt vor – Agatha im offiziellen Auftrag, den ihr der Polizeichef von Santiago gegeben hatte (weil er in einem konkreten Fall nicht weiterkam) und Akiko praktisch undercover. Formell wussten sie voneinander nichts – sie gaben im Gegenteil vor, sich nicht zu kennen.
Akiko musste in die Niederungen des Nachtlebens der Hauptstadt vordringen, wo es nicht sehr zivilisiert zuging – Machotum war hier angesagt, extrem antiquiert wie in früheren Zeiten. Die Frau zählte nichts, und schon gar, wenn sie aus den Prostituiertenmilieu kam, was die Yamamoto vorgab zu sein. Außerdem war sie als Japanerin durch ihr exotisches Aussehen prädestiniert für Spielchen von besonderer Art.
Worum ging es überhaupt? Ein bestimmter Club war es namens „Casa Nena“, der übel beleumundet war und in dem ausschließlich zwielichtige Gestalten herumtrieben, darunter ein Gustavo Da Silva („El Vicentillo“), hier ein- und ausging. Wahrscheinlich gehörte ihm der Laden überhaupt – aber das sind nur Gerüchte.
An diesen machte sich mit einer gewissen Todesverachtung Akiko heran. Ein bestimmter Club war es namens „Casa Nena“, der übel beleumundet war und in dem ausschließlich zwielichtige Gestalten herumtrieben, darunter ein Gustavo Da Silva („El Vicentillo“), hier ein- und ausging. Wahrscheinlich gehörte ihm der Laden überhaupt – aber das sind nur Gerüchte.
An diesen machte sich mit einer gewissen Todesverachtung Akiko heran. Da Silva war amüsiert: „Ja, wen haben wir denn da – eine kleine Kirschblüte! Die werden gleich einmal vergewaltigen!“
„Warum so kompliziert!“, sagte die Yamamoto heroisch. „Wo ich mich sozusagen freiwillig in Deine Hand begebe!“
Ein bisschen enttäuscht war Gustavo schon in Ermangelung der Vergewaltigung. Er mochte gern hart – am Rande des sexuellen Missbrauchs. Da kam ihm Akiko entgegen, was zur Folge hatte, dass er zum ersten Mal wirklich versagte. Das weckte sein Interesse: „Wer bist Du, damit Du mir so eine Schmach zufügen konntest?“
„Ich bin die Rächerin für all‘ die Frauen, denen Du schon Gewalt angetan hast!“ – „Und wenn ich einfach Dich absteche?“ Er war mit dem Messer gleich zur Hand. – „Dann wirst Du nie erfahren, welches Geschäft ich Dir vorschlage!“
Da Silvas Aufmerksamkeit war aufgerüttelt. Was mochte das für eine Art von Deal sein, den ihm die Yamamoto anbot, welche Transaktion war so lukrativ. – „Nicht so eilig!“
Sie verlangte von ihm Garantien für Leib und Leben. Außerhalb des Clubs – die Adresse würde sie ihm schon noch mitteilen. Und er möge seine Rabaukenfreunde keinesfalls zu dem Termin mitnehmen. Und er möge seine Rabaukenfreunde keinesfalls zu dem Termin mitnehmen. Dann war sie urplötzlich verschwunden.
Agatha und Akiko trafen sich an einem geheimen Ort in der Atacama-Wüste, fernab von jeder Zivilisation. Dort beorderte die Yamamoto Gustavo hin, während die Collins dauerhaft im Hintergrund blieb – sie konnte als stille Zeugin die weiteren Ereignisse beobachten. Akiko verband ihm zur Sicherheit, wie sie sagte, die Augen – die Maßnahme konnte als zusätzlicher Gag durchgehen und zur Belustigung beitragen. Als Da Silva schließlich die Handschellen spürte, war es schon zu spät.
Als Gustavo die Augen wieder frei hatte (bei unveränderten Handschellen), war er perplex: Mitten in der Öde tat sich, verborgen hinter dicken Mauern, ein Paradis auf, mit plätscherten Brunnen und ausgefallenen Planzen allenthalben. Und hier unterbreitete Akiko den gewinnbringendsten Vorschlag von Da Silvas Leben, der weit über das hinausging, was ein normaler Deal zustandebrachte. Er würde sich fürderhin zur Ruhe setzen können, wenn er all das durchzöge – es handelte sich um ein gigantisches Drogengeschäft.
Und Agatha zeichnete heimlich alles auf, um es postwendend per E-Mail an die Zentrale zu schicken – mit der Antwort, dass die Leitstelle noch mehr haben wollte. Da war guter Rat teuer – denn dann müsste man man ihn zunächst freilassen, damit er mit dem bestehenden Material seine Transaktionen durchführen konnte.
(under construction)